Die Freimaurerloge »Wilhelm zu den drei Säulen« unterstützt die Mitarbeiter*innen der sechs Pflegeheime in Wolfenbüttel

Die Helden in der Corona-Krise haben gerade jetzt einen »greifbaren« Dank verdient

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinträchtigen und belasten alle Menschen in unserer Gesellschaft, besonders stark aber ohne Zweifel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Senioren- und Pflegeheimen. Unter den gegenwärtig sehr erschwerten Bedingungen leisten die Pflegekräfte unermüdlich und mit höchstem Einsatz einen gerade jetzt so wichtigen Dienst an den ihnen anvertrauten älteren Menschen. Das hohe Engagement der Pflegekräfte, so die Überzeugung der Wolfenbütteler Freimaurerloge „Wilhelm zu den drei Säulen“, wird zu recht als Heldentum in der Krise gelobt. Jedoch – Applaus und Lob reichen nach Ansicht der Freimaurer-Brüder nicht aus, vielmehr haben die Pflegekräfte jetzt einen wirklich direkten und „greifbaren“ Dank verdient.

Dafür hat die Bruderschaft auf Initiative ihrer Mitglieder Dr. Georg Backhaus und Stephan Pinkert spontan innerhalb kürzester Zeit mehr als 7000 Euro gesammelt, die an diesem Donnerstag in einer kleinen Feierstunde im Logenhaus an der Kanzleistraße in Wolfenbüttel an die Belegschaften der sechs Seniorenheime im Wolfenbütteler Stadtgebiet ausgeschüttet wurden: Jeweils 1200 Euro nebst einer Spendenurkunde nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Senioren- und Pflegeheime – nach eigenem Bekunden sehr berührt und dankbar – entgegen.

Empfänger sind die Belegschaften im AWO-Wohn- und Pflegeheim Im Kamp, im Curanum-Altenpflegeheim an der Dr. Kirchheimer-Straße, im Pflegewohnstift Steinhäuser Gärten am Grünen Platz, im Seniorenpflegeheim Am Juliuspark, im Seniorenwohnsitz Landhaus Ahlum am Adenemer Weg in Ahlum und im Wohn- und Pflegezentrum der Diakonie Amalie-Sieveking-Haus am Schulwall.

Der Vorsitzende und Meister vom Stuhl der Loge, Jochen Thierig, erläuterte das Motiv dieser Spendenaktion: „Eines der wichtigsten Ziele der Freimaurer ist es, sich für eine Stärkung der Humanität in der Gesellschaft einzusetzen und nach ihren Möglichkeiten dort zu helfen, wo diese Menschlichkeit praktiziert wird. Das ist unter anderem dort der Fall, wo sich Menschen als Pflegekräfte während der Corona-Pandemie mit intensivem Einsatz und höchst verantwortungsvoller Arbeit für ältere und pflegebedürftige Mitmenschen, die von der derzeitigen Situation ganz besonders betroffen sind, einsetzen. Hierfür gebührt ihnen großer Dank.“

In den Pflegeeinrichtungen hätten sich Pflege- und Hilfskräfte „ungeachtet der schwierigen äußeren Bedingungen und über die Maßen um unsere pflegebedürftigen Mitmenschen gekümmert“. Unabhängig von allen offiziellen Verlautbarungen und Dankesinitiativen sei es den Brüdern der Loge deshalb sehr wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen greifbaren und direkten Dank zukommen zu lassen. Über die Verwendung des Spendengeldes können die jeweiligen Belegschaften nach eigenem Ermessen befinden.

Die Dankesworte und Kommentare der Spendenempfänger spiegelten auch die Stimmung in den Einrichtungen wider. „Wir sind sehr berührt, dass an uns gedacht wird“, hieß es. Oder auch: „Jetzt wird unsere Arbeit wahrgenommen – es wird viel gejubelt und geklatscht. Aber dann können die Dankbarkeitsbekundungen schnell wieder verpuffen. Deshalb freuen wir uns sehr über diese ,greifbare‘ Spende.“

Erste Ideen für die Verwendung des Spendengeldes gab es schon. Im Amalie-Sieveking-Haus zum Beispiel wünschen sich die Mitarbeiter ein Massage-Gerät zur Entspannung. Und im Pflegeheim Juliuspark wollen sich die Mitarbeiter besondere Schmuckstücke anfertigen lassen – als äußeres Zeichen ihrer engen Verbundenheit in diesen schwierigen Zeiten.

Zu erwähnen ist außerdem, dass die Heim-Vertreterinnen und –Vertreter ausdrücklich die unkomplizierte Unterstützung durch die Stadt Wolfenbüttel sowie den Landkreis Wolfenbüttel würdigten.

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